Mehr als 10.000 Quadratmeter geballte Geschichte auf Rädern und Schienen – und das mitten im legendären Koloss von Prora auf Rügen. Das Oldtimermuseum Prora ist echt viel mehr als bloß eine Ansammlung alter Autos. Wer hier reinkommt, macht eine Zeitreise durch vier Jahrzehnte geteilte deutsche Automobilgeschichte, garniert mit Lokomotiven, Nutzfahrzeugen und Feuerwehrtechnik, wie man sie so geballt sonst nirgends in Deutschland findet.
Das Oldtimer Museum Rügen im Ostseebad Binz, Ortsteil Prora (18609 Binz), zeigt über 80 Pkw im direkten Ost-West-Vergleich, dazu Dampf- und Diesellokomotiven, historische Lastkraftwagen und eine wechselnde Motorrad-Sonderausstellung. Das Technikmuseum hat das ganze Jahr über geöffnet und liegt nur ein paar Minuten zu Fuß vom Bahnhof Prora entfernt.

Ob du gezielt als Oldtimer-Fan anreist oder einfach an einem verregneten Tag auf Rügen ein Indoor-Highlight suchst – hier findest du alles Wichtige zu Preisen, Öffnungszeiten und den spannendsten Exponaten. Der Rundgang durch die Hallen fühlt sich an, als würde jemand das Fotoalbum zweier Länder aufschlagen, die jahrzehntelang komplett verschiedene Wege im Fahrzeugbau gegangen sind.
Was du vor dem Besuch wissen solltest
Der Eintritt ins Oldtimer Museum liegt bei 12 Euro für Erwachsene, geöffnet ist ganzjährig, und Parken kostet nichts extra. Hier die wichtigsten Details zu Anfahrt, Tickets und für wen sich der Besuch überhaupt lohnt.
Wo das Museum liegt und wie du hinkommst
Das Oldtimer Museum Rügen findest du in der Proraer Allee in 18609 Binz, Ortsteil Prora. Vom Bahnhof Prora bist du zu Fuß in etwa 15 Minuten da. Mit dem Auto geht’s über die B196; direkt vor der Tür gibt’s kostenfreie Parkplätze.
Mit dem Fahrrad kommst du ganz entspannt über den Küstenradweg dorthin. Wer mit dem ÖPNV aus Binz startet, nimmt einfach den Rasenden Roland oder den Linienbus bis Prora. Die Lage direkt am historischen KdF-Bau ist kaum zu verfehlen – den Koloss von Prora übersieht wirklich niemand.
Öffnungszeiten, Tickets und Kombiangebote
Das Museum ist das ganze Jahr über täglich von 10 bis 17 Uhr offen. Reguläre Schließtage? Gibt’s nicht.
| Ticket | Erwachsene | Ermäßigt (3–12 Jahre) |
|---|---|---|
| Oldtimer Museum | 12 € | 6 € |
| Oldtimer Museum + NVA Museum | 15 € | 8 € |
| Motorrad-Sonderausstellung (Aufpreis) | +2 € | +1 € |
Kinder unter 3 kommen kostenlos rein. Hunde dürfen übrigens mit – auch nicht überall selbstverständlich. Die Motorrad-Sonderausstellung lohnt sich definitiv, gerade wenn du ein Faible für Zweirad-Klassiker hast.
Für wen sich der Besuch besonders lohnt
Technikfans, Familien mit Kindern und alle, die sich für Geschichte interessieren, kommen hier echt auf ihre Kosten. Wer in der DDR groß geworden ist, wird vor den Trabant-Modellen garantiert ein bisschen nostalgisch. Und für Kinder sind die riesigen Lokomotiven in der bis zu 120 Meter langen Halle ein echtes Abenteuer.
Aber auch Rügen-Urlauber, die eigentlich gar nichts mit Oldtimern am Hut haben, nehmen hier was mit: Der Ost-West-Vergleich macht deutsche Zeitgeschichte irgendwie greifbarer als jedes Schulbuch. Und wenn’s draußen schüttet, gehört das Museum zu den besten Indoor-Ideen rund um Binz.
Welche Fahrzeuge und Ausstellungen dich erwarten
Auf den 10.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche stehen über 80 Pkw, dazu kommen mehrere Dampf- und Dieselloks, alte Nutzfahrzeuge, Feuerwehrtechnik und Traktoren. Jedes Exponat bringt seine ganz eigene Geschichte aus Automobil- und Eisenbahngeschichte sowie Alltagsleben vergangener Jahrzehnte mit.

Pkw zwischen DDR und Westdeutschland
Das Herzstück der Ausstellung ist der direkte Vergleich von Autos aus Ost und West, jeweils aus denselben Epochen von 1949 bis 1989. Du findest Trabant und Wartburg direkt neben westdeutschen Modellen, die zur gleichen Zeit gebaut wurden. Der Unterschied ist manchmal echt frappierend – Mangel-Kreativität trifft auf Wirtschaftswunder-Technik, sozusagen.
Der Star unter den Exponaten? Ganz klar der Volvo 264 TE, die Staatskarosse der DDR-Führung. Ein schwedisches Auto als Dienstwagen der SED-Spitze – das ist schon fast ironisch. Dazu gibt’s IFA-Modelle, amerikanische Klassiker wie den Ford T und jede Menge europäische Raritäten.
| Highlight-Fahrzeug | Herkunft | Besonderheit |
|---|---|---|
| Trabant 601 | DDR | Meistgebauter DDR-Pkw |
| Volvo 264 TE | Schweden/DDR | Staatskarosse der DDR |
| Ford Model T | USA | Automobil-Pionier |
| IFA F9 | DDR | Früher DDR-Pkw mit DKW-Wurzeln |
Lokomotiven, Waggons und Eisenbahngeschichte
In der bis zu 120 Meter langen Halle stehen Dampf- und Dieselloks sowie Werkslokomotiven dicht an dicht. Besonders beeindruckend: die Lok P 36-0123, eine sowjetische Schnellzug-Dampflok, die mit ihrer schieren Größe alles andere fast klein aussehen lässt.
Historische Waggons der Deutschen Reichsbahn runden das Eisenbahn-Kapitel ab. Du kannst direkt an die Loks ran, Technik aus der Nähe bestaunen und dich ein bisschen wie in einem begehbaren Geschichtsbuch auf Schienen fühlen.
Nutzfahrzeuge, Feuerwehrtechnik und Traktoren
Neben den Autos und Loks gibt’s im Museum auch alte Nutzfahrzeuge, die im Alltag beider deutscher Staaten unverzichtbar waren. Lastwagen, Zugmaschinen und Lkw aus verschiedenen Jahrzehnten stehen hier Seite an Seite.
Die Feuerwehrfahrzeuge sind bei vielen Besuchern richtige Lieblinge. Besonders auffällig: der Dennis Pumper, ein britisches Löschfahrzeug, das mit seinem Design sofort ins Auge sticht. Dazu reihen sich Traktoren aus verschiedenen Zeiten und von unterschiedlichen Herstellern ein. Vom einfachen Ackerschlepper bis zur robusten Zugmaschine.
Gerade für Kinder sind die riesigen Nutzfahrzeuge ein echtes Highlight. Neben den zierlichen Trabants wirken die Dimensionen manchmal fast schon ein bisschen absurd.
Häufige Fragen und Antworten
Wie sind die aktuellen Öffnungszeiten und an welchen Tagen ist das Museum geschlossen?
Das Oldtimer Museum Rügen in Prora ist das ganze Jahr über täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet (Stand: Mai 2026). Schließtage gibt’s eigentlich nicht. An Feiertagen gelten in der Regel die normalen Öffnungszeiten.
Wie hoch sind die Eintrittspreise und gibt es Ermäßigungen für Kinder, Studierende oder Gruppen?
Der Eintritt kostet 12 Euro für Erwachsene, Kinder von 3 bis 12 Jahren zahlen 6 Euro (Stand: Mai 2026). Kombiticket mit dem NVA Museum: 15 Euro (ermäßigt 8 Euro). Für die Motorrad-Sonderausstellung kommen 2 Euro Aufpreis dazu. Kinder unter 3 Jahren zahlen nichts.
Wo befindet sich der Eingang und wie komme ich am besten mit Auto, ÖPNV oder Fahrrad dorthin?
Das Museum liegt in der Proraer Allee in 18609 Binz, Ortsteil Prora auf Rügen. Mit dem Auto folgst du der B196 bis Prora, mit dem ÖPNV nimmst du Bus oder Rasenden Roland bis Bahnhof Prora. Von dort sind’s etwa 15 Minuten zu Fuß. Radwege an der Küste bringen dich auch direkt hin.
Gibt es Parkmöglichkeiten vor Ort und sind diese kostenpflichtig?
Ja, direkt am Oldtimer Museum gibt’s kostenfreie Parkplätze. Parkgebühren musst du also nicht einplanen. Auch für Wohnmobile oder größere Fahrzeuge ist normalerweise genug Platz.
Welche Ausstellungen und Fahrzeugtypen sind derzeit zu sehen und wechseln die Exponate?
Die Dauerausstellung zeigt über 80 Pkw im Ost-West-Vergleich, Dampf- und Dieselloks, alte Nutzfahrzeuge, Feuerwehrfahrzeuge und Traktoren (Stand: Mai 2026). Dazu gibt’s eine wechselnde Motorrad-Sonderausstellung. Einzelne Exponate können mal rotieren, aber der Kern der Sammlung bleibt dauerhaft.
Ist das Museum barrierefrei und gibt es Angebote für Menschen mit eingeschränkter Mobilität?
Die Ausstellungshallen sind größtenteils auf einer Ebene – das macht den Zugang schon mal deutlich einfacher. Allerdings, wenn’s um Details wie Rampen oder barrierefreie Toiletten geht, lohnt sich ein kurzer Anruf oder eine Mail ans Museum vorab. So können Begleitpersonen und Besucher ein bisschen entspannter planen und wissen, worauf sie sich einstellen müssen.
